Kategorie-Archiv: Stadt

Think Tank Köthen: Coethener Methode

raumscript-coehtener-methode-publikationWas kann Stadtplanung von der Homöopathie lernen? Die Übertragung der Leit- und Lehrsätze der Homöopathie auf die Stadtplanung war ein fachlich inspirierendes Experiment der IBA-Stadt Köthen. Im Mittelpunkt der interdisziplinären Zusammenarbeit mit homöopathischen Ärzten stand die Entwicklung einer eigenen Methodik, um die „Lebenskraft“ der schrumpfenden Stadt neu zu aktivieren. Analog zur homöopathischen Anamnese, Impulssetzung, Analyse bzw. Ermittlung der Symptomatik wurden Herangehensweisen an die Stadtplanung neu definiert und in der Köthener Ludwigstraße praktisch angewandt. Die Entwicklung und Ergebnisse der „Coethener Methode“  lassen sich in einer eigenen Publikation nachvollziehen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von raumscript waren Mitglieder im Think Tank der Arbeitsgruppe Ludwigstraße. Neben der Moderation von Expertenrunden und Dokumentation der Ergebnisse wirkten sie auch bei der abschließenden Publikation mit.

Leitbildentwicklung Dessau-Roßlau

Ein Leitbild kann ein Slogan, eine Agenda von Zielformulierungen sein oder ein Bild, das man von einer Stadt, einem Ort in sich trägt. Ein Leitbild muss Perspektiven vermitteln, sich mit den geschichtlichen und lokalen Aspekten auseinandersetzen und Wege in die Zukunft aufzeigen. Ein Leitbild ist ein maßgebliches Mittel zur Positionierung und Profilierung einer Stadt.

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Das von uns für die Stadt Dessau-Roßlau erarbeitete Leitbild, Die Bauhausstadt in der die Moderne Tradition hat, definiert Wege für die nachhaltige Entwicklung der Stadt. Es formuliert vier Leitsätze, die das gemeinsame Verständnis über das zukünftige Handeln darstellen. In sechs Handlungsfeldern werden die Ziele definiert, die den Handlungsrahmen für die Festlegung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen bilden.

In dem fast zweijährigen Entwicklungsprozess haben sich über 260 Bürgerinnen und Bürger, Fachexpertinnen und Fachexperten sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Interessenverbänden und der Politik in Workshops, Befragungen und über das Internet am Verfahren beteiligt.

Auftragsgegenstand war die gesamte Prozesssteuerung, von der Strategieentwicklung zum Vorgehen, über die Moderation von Workshops und Fachveranstaltungen bis zur Formulierung von Slogan und Agenda.

Evaluationsbegleitung IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010

Die Schrumpfung der Städte als Chance für die Stadt- und Regionalentwicklung zu betrachten und daraus innovative Konzepte und Projekte zu entwickeln: Dies war Ausgangspunkt der IBA Stadtumbau 2010. Seit 2004 wurden einmal jährlich sechs Wochen lang die Projekte der beteiligten 19 Städte in hochkarätig besetzten Runden vor Ort evaluiert. Die Evaluationsgespräche waren ein zentraler Baustein im Gesamtkonzept der Bauausstellung und ein wichtiger Impulsgeber zur Qualitätssteigerung der jeweiligen IBA-Projekte. Hier wurden mit den Städten inhaltliche Vereinbarungen auf dem Weg zur Präsentation im Jahr 2010 getroffen, die auch Grundlage für die Beschlüsse im IBA-Lenkungsausschuss waren.

Auftragsgegenstand war die Protokollierung der Gespräche in den IBA-Städten, Berichterstellung und Abstimmung zur Vorlage beim IBA-Lenkungsausschuss.

Koordinierungsstelle Sozialraumorientierung Berlin

Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aufgaben und Herausforderungen in Berlin werden in Anbetracht der sozio-ökonomischen Entwicklungen und Veränderungen immer komplexer und nehmen stetig zu. 2009 beschloss der Berliner Senat das Handbuch zur Sozialraumorientierung, um die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Berliner Verwaltung zugunsten lebenswerter Stadtquartiere zu verbessern. Mit der Umsetzung dieses  gesamtstädtischen Verwaltungsmodernisierungsprojekts sollen die Potenziale der Stadtteile über Ressortgrenzen hinweg besser genutzt und die Kräfte vor Ort gebündelt werden.

Auftragsgegenstand war die fachliche Beratung und organisatorische Unterstützung der Koordinierungsstelle Sozialraumorientierung in der Senats-verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Dazu gehörten Moderationen, Begleitung von Verwaltungsrunden,  Kommunikation mit politischen Vertretern und externen Experten, begleitende Öffentlichkeitsarbeit und die Konzeption von Weiterbildungsangeboten.

Baugemeinschaftskampagne Neue Hamburger Terrassen IBA Hamburg

Die IBA Hamburg hatte mit der Baugemeinschaftskampagne „Neue Hamburger Terrassen“ folgende Intention: Es sollten Haushalte gefunden werden, die als Teil einer Baugemeinschaft gleichzeitig neue soziale und stadtstrukturelle Qualitäten in ein Gebiet einbringen und damit für eine nachhaltige gesellschaftliche Stärkung eines Baugebietes sorgen würden. Bauinteressierte für 30-40 Wohneinheiten in Stadthäusern wurden gewonnen. Die IBA Hamburg bot die Entwürfe von drei Architekturbüros als Baugrundlage an. Durch die hervorragende stadträumliche Anbindung konnten insbesondere Interessenten und Käuferschichten angesprochen werden, die sich bisher auf dem Wohnungsmarkt Hamburgs in den zentralen innerstädtischen Altbauquartieren mit Wohneigentum nicht versorgen konnten oder ein Eigenheim im Großraum Hamburg suchten.

Auftragsgegenstand war die Konzeption, Moderation und Dokumentation der gesamten Vorbereitungsphase der Kampagne und umfasste Gesprächs-werkstätten mit den internationalen Architektenteams. Der Auftrag wurde gemeinsam mit der WohnbundBeratung Dessau realisiert.

Förderprogramm Stärken vor Ort, Wolfsburg-Westhagen

raumscript-dokumentation-losEin Aufgabenschwerpunkt unserer Arbeit in Wolfsburg-Westhagen war die Unterstützung der städtischen Koordinierungsstelle für das Förderprogramm Stärken vor Ort.  Wir wirkten mit bei Analysen, Befragungen und Dokumentation und berieten potenzielle Antragstellerinnen und Antragsteller bei der Entwicklung neuer Mikroprojekte und während der Durchführung. Wesentliches Ziel war neben der Förderung der individuellen Potenziale der Bürgerinnen und Bürger in Westhagen der kontinuierliche Ausbau des Stadtteilnetzwerks mit tragfähigen Organisationsstrukturen, die über die Förderperiode des Programms Soziale Stadt hinaus für den Stadtteil wirken sollen.

Auftragsgegenstand war hier das Coaching der Antragstellerinnen und Antragsteller sowie die fachliche Unterstützung der Lokalen Koordinierungsstelle.

Juryverfahren Aktive Stadt- und Ortsteilzentren Berlin

Seit 2008 gibt es das Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren. Mit dem Programm ist intendiert, Impulse zur wirtschaftlichen und stadtstrukturellen Stärkung in Geschäftsstraßen zu setzen. Die Gebiete sollen gestärkt und zur Identitätsstiftung beitragen. Individuelle und integrierte Entwicklungskonzepte sollen eine nachhaltige Entwicklung der Zentren sichern. Die Berliner Programmgebiete wurden 2008 auf Basis eines Wettbewerbs ausgewählt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von raumscript waren mit der Vorprüfung der Beiträge des Wettbewerbs sowie der inhaltlich-fachlichen und organisatorischen Begleitung der Jurysitzung betraut.